Merkblatt Impfungen
Merkblatt Impfungen.pdf
PDF-Dokument [108.8 KB]

FAQs - Fragen & Antworten zur Vorbereitung zum Aufenthalt in einem Katzenhotel

Welche Impfungen braucht meine Katze?

Bei den Impfungen unterscheiden wir zwischen Wohnungs & Freigänger-Katzen.  

  • Pflichtimpfungen für Wohnungskatzen:
    • Katzenschnupfen
    • Katzenseuche
      Geimpft wird mit dem 3-fach Impfstoff RCP.
  • Pflichtimpfungen für Freigänger:
    • Tollwutimpfung (Rabies)
    • Leukose (FeLV)

Was ist Katzenseuche (Panleukopenie)?
Die gefährlichste Krankheit von der unsere „Samtpfoten“ getroffen werden können, ist die „Panleukopenie“, die auch als Katzenseuche bekannt ist. Übertragen wird diese, oft tödlich verlaufende Erkrankung, durch den Parvovirus, der sich über Kot und Urin, sowie durch das Nasensekret des Tieres, immer weiter ausbreiten kann. Die Inkubationszeit (die Zeit zwischen der Infektion und dem ersten Krankheitssymptom) liegt zwischen 2 und 10 Tagen. Da auch der Erreger der Katzenseuche über den Menschen als Träger in das Haus getragen werden kann, ist diese Impfung auch für Wohnungskatzen wichtig.

Warum soll ich meine Wohnungskatze gegen Katzenschnupfen impfen?

Bei der Bezeichnung Katzenschnupfen handelt es sich eigentlich um einen Sammelbegriff für eine durch verschieden Erreger hervorgerufene Atemwegserkrankung. Der Erreger des Katzenschnupfens ist zum einem das "Feline Calici-Virus" und das "Feline Rhinotracheitis (Felines Herpes)"-Virus. Auch Bakterien (Chlamydien, Bordetellen) können bei der Infektion eine Rolle spielen.

Infizierte Katzen, die die Krankheit überstanden haben und keine klinische Symptome mehr zeigen, können über Jahre hinweg Virusträger und -ausscheider bleiben - ein Grund warum die Krankheit so weit verbreitet ist. Die Ansteckung erfolgt bei Katzen durch direktem Kontakt mit infektiösem Sekret, seltener durch Tröpfcheninfektion beim Niesen. Übertragen wird der jeweilige Virus von Katze zu Katze, also über Futterschüsseln, Spielzeug, Transportkörbe usw.

 

Der Mensch kann den Erreger ebenfalls mit ins Haus bringen, indem er ihn an Schuhen oder Kleidung trägt. Deswegen sollten auch Wohnungskatzen gegen Katzenschnupfen geimpft werden sollten.

 

Der Katzenschnupfen äußert sich durch eitrigen Augen- und Nasenausfluss. Die Tiere husten und niesen, fressen nicht und haben Fieber. Zusätzlich entwickeln sich Geschwüre auf der Zunge und in schweren Fällen kann die Erkrankung eine Lungenentzündung hervorrufen, die auch zum Tode führen kann.

Ist eine Impfung meiner Katze gegen Tollwut heutzutage wirklich wichtig?
Die Ursache der Tollwut bei Katzen ist ein Virus, das hauptsächlich durch den Kontakt von Hautwunden (etwa durch Bisse oder Kratzen) mit Speichel übertragen wird. Infizierte Wildtiere, wie Füchse, Dachse, Fledermäuse oder Marder übertragen das Virus auf freilaufende oder streunende Katzen.

Die Tollwut-Viren wandern von der Infektionsstelle entlang der Nerven zum Rückenmark und Gehirn der Katze, wo sie ihre Nervenzellen schädigen. Von dort erreichen sie schließlich die Speicheldrüsen, welche große Virusmengen enthalten. Daher wird die Tollwut bei Katzen hauptsächlich über den Speichel übertragen.

Der Hauptüberträger der Tollwut in Europa ist der Fuchs und auch die Fledermaus. In Deutschland wurden bis 2008 Impfköder ausgelegt, um der Verbreitung der Tollwut bei Katzen durch Wildtiere vorzubeugen. Der letzte Tollwut-Fall trat in Deutschland im Jahr 2006 auf.

Da eine Tollwut nach ihrem Ausbruch bei Tieren und dem Menschen immer tödlich verläuft, ist die Tollwutimpfung auch heute noch wichtig. Auch außerhalb Europas gibt es immer wieder (Verdachts-)fälle von Tollwut, und daher ist dies keine ausgestorbene Krankheit. Besteht der Verdacht auf Tollwut bei Katzen, muss sofort der zuständige Amtstierarzt benachrichtigt werden, da das Virus auch auf den Menschen übertragbar ist.

Warum ist eine Leukose-Impfung für Freigänger wichtig?

Die Leukose ist neben der FIP nach wie vor die häufigste tödliche Infektionskrankheit unserer Hauskatzen. Der Erreger der Leukose ist das Feline Leukose Virus (FeLV). Dieses wird durch Blut, Speichel, Tränenflüssigkeit, Kot und Urin ausgeschieden, so daß die Ansteckung beim Kontakt von Katze zu Katze, durch Benutzung gemeinsamer Fressnäpfe und Katzentoiletten erfolgen kann. Die Übertragung verläuft direkt, von Katze zu Katze. Die Krankheit wird durch Tröpfcheninfektion (z.B. beim Anfauchen oder Niesen) übertragen, aber auch beim gegenseitigem Lecken oder durch Bisse. Das Virus wird durch alle Körperflüssigkeiten ausgeschieden und so übertragen. Am meisten gefährdet sind Katzen, die viel Kontakt zu anderen Katzen haben, also Freigänger in dicht besiedelten Gegenden, in Tierheimen oder in großen Tierhaushalten.

Vor den Impfungen sollte sichergestellt sein, dass die Katze nicht bereits infiziert ist, ein entsprechender vorhergender Bluttest ist deswegen unverzichtbar. Die Impfung sollte jährlich aufgefrischt werden.

Kann meine Katze trotz Impfung erkranken?

Aktiv-Imfpungen beruhen darauf, das Lebendimpfstoffe abgeschwächte, noch vermehrungsfähige Erreger enthält, welche die Krankheit in der Regel nicht auslösen aber eine echte Krankheit, jedoch ohne Symptome erzeugen und damit oft eine gute und lang anhaltende Immunität erzielen. Bei einigen Krankheiten ist trotz einer Impfung eine Erkrankung möglich. Z.B. kann eine Katze trotz Impfung an Katzenschnupfen erkranken. Diese Erkrankung läuft aber bei einem geimpften Tier in der Regel abgeschwächt und harmlos ab und kann gut behandelt werden.

Wann soll meine Katze geimpft werden - spätestens für das Katzenhotel?

Das Impfschema für Katzen ab Kittenalter sieht vor, dass eine Grundimmunisierung gegen Katzenschnupen und Katzenseuche als Erstimpfung im Alter von 8 Wochen erfolgt.

 

Nach 3-4 Wochen, also im Alter von 12 Wochen, erhalten die Katzen eine Nachimpfung. Freigänger werden zu diesem Zeitpunkt zusätzlich auch gegen Tollwut und Leukose geimpft. Leukose wird im Alter von 16 Wochen nachgeimpft.

 

Erst dann gilt eine Katze als "geimpft". Dieses Impfschema gilt für Kitten genauso wie für bisher ungeimpft erwachsene Katzen. Alle Impfungen werden regelmässig im 1-Jahres-Rythmus aufgefrischt.

 

Wurde eine adulte (erwachsene) Katze 1-3 Jahre nicht geimpft, wurde sie aber vorher regelmässig geimpft, gilt das Tier dennoch (abhängig von ihrem Alter) als geimpft,  bedarf nur einer gültigen Nachimfpung, denn sie konnte über die vorhergehenden (Impf)jahre ausreichend Antikörper aufbauen.

 

Eine junge Katze (bis zum Alter von ca. 5 Jahren) die in ihrem Leben 1 oder 2 x geimpft wurde, und dann z.B. 3 Jahre nicht mehr, gilt also entsprechend eher als "ungeimpft" und bedarf einer Grundimmunisierung + der 3-4-Wochen späteren Nachimpfung. Bitte klären Sie den Impfstatus daher mit Ihrem Tierarzt ab.

 

WICHTIG: Katzen sollten spätestens 28 Tage vor Ankunft im Katzenhotel geimpft werden damit der Körper ausreichend Zeit hat, Antikörper zu bilden. Denn die Ankunft im Katzenhotel bedeutet Stress und die Immunantwort einer frisch geimpften Katze kann sein genau an der Krankheit zu erkranken, gegen die kurz zuvor geimpft wurde.

Warum sollte ich meiner Wohnungskatze einen Flohschutz verabreichen, sie geht doch nicht raus?
Für den Aufenthalt im Katzenhotel ist Flohschutz auch für Wohnungskatzen obligatorisch, da auch in einer Wohnung ein Flohbefall durch uns Menschen (Kleidung, Taschen, Schals) als Wirt oder Überträger oder auch über einen geschützten Freigang auf dem Balkon (z.B. durch Vögel) möglich ist.

Wir empfehlen Spot-On Produkte wie z.B. Frontline, Advantage oder Broadline vom Tierarzt anstelle preiswerter Produkte aus dem Tierfachhandel.
 
Sollte Ihr Tier auf die üblichen Spot-On-Präparate allergisch reagieren sprechen Sie bitte Ihren Tierarzt auf hömopathische Alternativen an. Bitte kümmern Sie sich früh genug um den alternativen Flohschutz Ihres Tieres, damit dem Aufenthalt im Katzenhotel nichts im Wege steht. Hömopathische Präparate benötigen häufig eine längere Anwendungszeit zur gültigen Prophylaxe.

 

Alternativ ist auch ein "Gesundheitszeugnis"des Tierarztes möglich. so kann z. B. der Kot auf Wurmbefall untersucht und entsprechende "Wurmfreiheit" ebenso wie eine "Flohfreiheit" bestätigt werden.

Was haben Würmer mit Flöhen zu tun?
Bandwurmlarven siedeln im Darm von Flöhen, wie dem Katzenfloh, sowie in Haarlingen, die allerdings seltener vorkommen. Verschluckt die Katze bei der Fellpflege die infizierten Parasiten, können sich die Wurmlarven im Darm befreien und an der Darmwand festsetzen.

Somit schützt eine effektive Flohbekämpfung gleichzeitig auch meist vor dem Befall mit Bandwürmern. Umgekehrt kann von einem Bandwurmbefall auch auf die Anwesenheit von Flöhen bzw. Haarlingen in der näheren Umgebung geschlossen werden.

Daher müssen unsere Gäste vor der Ankunft im Katzenhotel mit Flohschutz und mit einer Wurmkur behandelt sein. Wenn Sie Ihr Tier regelmässig mit Flohschutz behandeln sollte die letzte Anwendung nicht länger als 4 Wochen her sein.

 

Katzen, die im Zeitraum der letzten 3 Wochen vor Ankunft im Katzenhotel mit  Flohschutz behandelt wurden benötigen für den Aufenthalt im Katzenhotel KEINE Auffrischung!

Kontakt & Reservierung

Katzenbetreuung Bonn

Anja Keß

Löwenburgstr.117

53229 Bonn

 

Telefon: 0228 8508315

Mobil: 0177 7613589

Mobil: 0177 2786658

(we also speak English)

 

E-Mail:

info@katzenbetreuung-bonn.de

 

Nutzen Sie gerne unser Kontaktformular

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
Copyright© 2016 Alle Rechte vorbehalten.

Anrufen

E-Mail

Anfahrt