Die ersten Tage im Katzenhotel

Vor dem ersten Aufenthalt in einem Katzenhotel stellen sich viele Katzeneltern die besorgte Frage, wie ihre Katze diese neue Situation überhaupt verkraftet und ob ihre Katze seelische Probleme bekommt oder Schaden nimmt.

 

Auf diese Fragen gibt es leider keine allgemeingültige Antwort. Schließlich sind alle Katzen Individuen mit unterschiedlichen Vorerfahrungen, Vorgeschichten und Charakteren. Dennoch können wir von unseren Beobachtungen berichten und aus diesen einige Rückschlüße ziehen, denn eine Vielzahl unserer Gäste zeigen ähnliche Verhaltensweisen in den ersten Tagen im Katzenhotel.

 

Nicht nur unsichere Tiere verstecken sich zuächst in einer Höhle oder verlassen ihre Transportbox nicht, wenn doch, dann eher "tiefergelegt", um kein Angriffspotential zu bieten. Wir lassen daher die Tiere sich eine Zeitlang in Ruhe zurückziehen, damit sich der erste Streß legen kann. Streß empfinden die Tiere daher, dass sie in eine vollkommen unbekannte, ungewohnte Umgebung gebracht werden. Schon der Transportweg in der meist ungeliebten Transportbox bedeutet für Katzen den ersten Streß.

 

Sie befinden sich plötzlich in einer unbekannten Umgebung, fremde Gerüche, vollkommen fremde Personen und gleichzeitig sehen oder hören sie auch noch andere Katzen, was die Tiere zusätzlich verunsichert. Vielleicht wurde ein paar Tage vorher plötzlich die Transportbox aus dem Keller hochgebracht, was die kluge Katze gleich damit in Verbindung gebracht hat, dass bald etwas unerwünschtes "passiert" - und sie somit schon einige Tage vorher aus dem Gleichgewicht kommt. (Tipp: Stellen Sie die Transportbox schon einige Tage vor der Abfahrt in die Wohnung, so dass sich Ihre Katze an die Box gewöhnen kann, ggf. locken Sie Ihre Katze mit ein paar Leckerchen schon mal in die Box). 

 

Die Besitzer und auch Partnertiere, mit denen sie hier im Katzenhotel ankommen, zählen jetzt nicht mehr. Denn jede Katze fühlt sich nun auf sich alleine gestellt, mit seinen eigenen Ängsten und Sorgen. Daher gibt es auch keine "Verabschiedungen" vom Besitzer, auch ein "letztes Kuscheln" ist gar nicht im Interesse des Tieres, bei dem Versuch kommt es eher sogar mal zu einem Krallenhieb.

 

Es ist gar nicht ungewöhnlich wenn Katzen in den ersten Stunden oder Tagen fauchen, ihre Krallen ausfahren oder aggressiv wirken, denn sie befinden sich in ihrer Wahrnehmung in ernsten Schwiergigkeiten bzw. einer Ausnahmesituation. Besitzer erkennen das Verhalten ihrer Tiere in diesem Moment so manches Mal nicht wieder und sind verwundert, über das vollkommen fremde  Gebaren ihre "Kuschelkatze". Aber: all diese Verhaltensweisen sind für Katzen in dieser Situation vollkommen normal!

 

Selbst Tiere, die zunächst sehr selbstsicher aus der Box kommen, und auch mutig die ersten Schritte oder Runden im Katzenhotel drehen, erleben wir so manchen Mal nach einigen Minuten mit diesen Stresssympthomen, wenn sie realisieren, das nun erstmal "alles anders ist".

 

Die nächsten Tage sind notwendig zum Vertrauensaufbau und um den Tieren Sicherheit zu suggerieren. Dies passiert bei jedem Tier individuell. Es gibt Tiere, die lässt man besser für sich, in Ruhe, um ihnen die ausreichende Zeit zu geben, in sich Sicherheit zu finden um sich "den Gefahren zu stellen". Andere Tiere benötigen Zusprache, Aufmerksamkeit, Streicheleinheiten. Und es gibt Tiere die ganz von sich aus "ankommen" und ohne Anzeichen von Problemen diese neue Siuationen annehmen und hinnehmen.

 

Ein echtes Einleben erleben wir bei den meisten Tieren nach ca. 3-4 Tagen. Nach einer Woche ist es oftmals so, als ob die Tiere vorher nie woanders gewesen wären, sie werden "eins" mit dem Leben im Katzenhotel und entwickeln ihre Gewohnheiten wie wir dann gerne mit Freude und Spannung feststellen.

 

Für ältere sensible Katzen ohne Pensionserfahrung empfehlen wir die Unterbringung im Katzenhotel nur bedingt, da diese den Streß nicht mehr gut verarbeiten und ggf. gesundheitliche Probleme bekommen könnten, z.B. nicht fressen. Das ist natürlich von Tier zu Tier unterschiedlich. Wir hatten auch schon einige Gäste älter als 15 Jahre , sogar als Langzeitgäste.

 

Wir bemühen uns, intensiv und idividuell auf alle Tiere einzugehen, geben ihnen Zuspruch aber auch Zeit. Dennoch ist es immer ein Risiko, da wir nicht wissen, wie die Tiere reagieren und wie stark die Bindung an den Besitzer ist. In sich ruhende oder dominante Tiere können aufgrund dieser Stärken vielleicht besser mit Veränderung und Trennung umgehen, aber es kann auch genau das Gegenteil bewirken, da die Stärke z.B. vom Besitzer ausgeht.

 

Ältere Tiere nehmen wir in den ersten Tagen am liebsten zunächst in Einzelunterbringung auf, damit wir den Stress auf ein Miniumum reduzieren und auch das Essverhalten besser kontrollieren können. Da Einzelhaltung nur sehr begrenzt möglich ist, können wir diese Plätze nur ganz beschränkt vergeben.

 

Gerne weisen wir auch an dieser Stelle nochmal auf die Anwendung von stressreduzierenden Präparaten wie Sedarom oder Zylkene hin. Bitte lassen Sie sich hierzu von Ihrem Tierarzt beraten!

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Katzenbetreuung Bonn

Anja Keß

Löwenburgstr.117

53229 Bonn

 

Telefon: 0228 8508315

Mobil: 0177 7613589

Mobil: 0177 2786658

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